Die älteste Urkunde in den Beständen des Stadtarchives Dessau-Roßlau stammt
zwar aus dem Jahr 1336, das Stadtarchiv selbst ist jedoch wesentlich jünger.
älteste Urkunde
Erst am 15. September 1939 wurde mit Bernhard Heese der erste Stadt-
archivverwalter (seit 1942 Stadtarchivar) bestellt. 1942 zog das Archiv in ein
eigenes Gebäude (Schloßstraße 3, ein Erdmannsdorff-Bau vom Ende des
18. Jh.).
Bernhard Heese
Schloßstraße 3
Beim Luftangriff vom 7. März 1945 wurde dieses Haus zerstört. Die Masse des
städtischen Schriftgutes verbrannte in jener Nacht im Rathaus, so wie die
ältere städtische Überlieferung bereits beim Rathausbrand von 1910 ein Opfer
der Flammen geworden war.
Nach 1945 musste das Stadtarchiv mit seinen Beständen eine Wanderung
durch verschiedene Gebäude der Stadt unternehmen, bis es 1951 zusammen mit
dem neu gegründetem Verwaltungsarchiv im Rathaus untergebracht wurde.
Seit 1956 gibt das Stadtarchiv Jahr für Jahr den Dessauer Kalender heraus.
In Bernhard Heese, Dr. Hans Harksen und Dr. Ulla Jablonowski
hatte das Stadtarchiv überaus verdienstvolle Archivleiter.
Rathausbrand von 1910
Bernhard Heese
Dr. Hans Harksen
Dr. Ulla Jablonowski
Seit 1993 nutzt das Archiv, das seit 1982 eigene Räumlichkeiten außerhalb
des Rathauses besaß (1982-1992 Albrechtstraße 10, 1992-1993 Meisterhaus Ebertallee 67),
das Gebäude Lange Gasse 22, ein um 1898 errichtetes Papierlagerhaus der ehemaligen
Druckerei Dünnhaupt. 1997 wurde das Stadtarchiv mit dem im Rathaus
befindlichen Verwaltungsarchiv vereinigt.
Albrechtstraße 10
Meisterhaus Ebertallee 67
Gebäude Lange Gasse 22
Papierlagerhaus
|